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Wieso ist auf meiner Stromrechnung ein Anteil Strom aus Erneuerbaren ausgewiesen?

Kraftwerke werden in den meisten Ländern seit Jahrzehnten staatlich gefördert – egal mit welchem Energieträger sie Strom produzieren. In Deutschland wird der Ausbau der erneuerbaren Energien im Rahmen des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) gefördert. Die Beträge zwischen dem erzielten Marktpreis und der zugesicherten Vergütungshöhe werden auf die sogenannten „nicht privilegierten“ Verbraucher in Form einer EEG-Umlage umgelegt. „Nicht privilegierte“ Kunden sind alle Privatkunden und Unternehmen, die nicht energieintensiven Branchen angehören, die von der Zahlung der EEG-Umlage weitestgehend befreit sind. Die Strommengen des EEG werden in der Stromkennzeichnung der Anbieter anteilig zugeordnet und erscheinen somit auf den Stromrechnungen aller Verbraucher – egal, ob sie einen Ökostromtarif beziehen oder nicht. Dieser Anteil muss dabei explizit als „erneuerbare Energien, gefördert nach dem EEG“ ausgewiesen sein – auch wenn der Ökostromanbieter diesen Strom gar nicht beschafft und zu 100 % aus nicht geförderten Anlagen seinen Strom bezieht. Umgekehrt weist ein Stromanbieter diesen Anteil auch dann aus, wenn er ausschließlich aus fossilen Kraftwerken beschafft. Die Bundesregierung prüft derzeit Optionen einer Direktvermarktung von EEG-Strom, also der Möglichkeit, wonach EEG-geförderter Strom direkt an Endkunden geliefert werden kann. Die Folge wäre dann eine mögliche Anpassung des derzeitigen Systems der Stromkennzeichnung.